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Biathlon: Fichtner sorgt für Staffel-Debakel
Die deutsche Frauen-Staffel hat beim Biathlon-Weltcup in Kontiolahti ein historisches Debakel erlebt. Nach einem Regelverstoß von Toptalent Marlene Fichtner belegte das DSV-Quartett mit Fichtner, Julia Tannheimer, Janina Hettich-Walz und Vanessa Voigt nur den 16. Rang. Es ist das bisher schlechteste Ergebnis einer DSV-Frauenstaffel im Weltcup.
Fichtner hatte als Startläuferin im Liegendanschlag beim Nachladen einen Schuss zu wenig abgegeben. Das DSV-Team erhielt dadurch zwei Strafminuten und fiel aussichtslos zurück. "In meinem Kopf war nur: Hauptsache nicht in die Strafrunde. Auf der Strecke ist mir dann aufgefallen, dass ich mindestens dreimal hätte nachladen müssen", sagte Fichtner im ZDF bedrückt. Sie sei "natürlich überhaupt nicht zufrieden. Es tut mir total leid für das ganze Team, weil die anderen Mädels dranhängen."
Deutschland (1+12) hatte 6:35,1 Minuten Rückstand auf Sieger Schweden. Das Team um die Öberg-Schwestern (0+4) gewann vor Olympiasieger Frankreich (0+3/+40,6 Sekunden) und Norwegen (1+10/1:06,8). Bisher waren zwei zwölfte Plätze die schlechtesten deutschen Staffel-Ergebnisse im Weltcup gewesen.
Für Fichtner, die in Kontiolahti mit Platz vier im Massenstart und Rang fünf im Einzel zuvor für zwei Lichtblicke gesorgt hatte, war es schon das zweite Staffel-Drama in nur sechs Wochen. Die Single-Mixed-Staffel in Nove Mesto mit Leonhard Pfund im Januar hatte sie eigentlich gewonnen, das DSV-Duo war nachträglich aber disqualifiziert worden, weil Fichtner nach dem letzten Liegendschießen ihr Gewehr nicht regelkonform geschultert hatte.
Der Weltcup in Kontiolahti wird am Sonntag mit dem Männer-Massenstart (16.55 Uhr/ZDF und Eurosport) abgeschlossen. Am Donnerstag geht es dann mit dem Weltcup in Otepää/Estland weiter. Es ist die vorletzte Station des Winters.
S.Pimentel--PC