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Gut eine Woche vor WM: Proteste von Lehrern in Mexiko eskalieren
Gut eine Woche vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft eskalieren in Mexiko die Proteste von Lehrern. Mit abgebrochenen Laternenstangen bewaffnete Demonstranten stürmten am Mittwoch (Ortszeit) das Hauptquartier des Bildungsministeriums in der Hauptstadt Mexiko-Stadt. Demonstranten verwüsteten nach Angaben von Augenzeugen ein Wach-Häuschen und schlugen Fensterscheiben ein. Im Fernsehen war zu sehen, dass auch ein Brand ausbrach.
Unmittelbar vor dem Sturm auf das Bildungsministerium hatte Präsidentin Claudia Sheinbaum erklärt, sie werde nicht "in die Falle tappen" und die Proteste nicht niederschlagen lassen. "Sie wollen, dass wir im Vorfeld der Weltmeisterschaft auf Repression zurückgreifen", sagte sie mit Blick auf randalierende Demonstranten. Dies werde die Regierung nicht tun.
Die Proteste der Lehrer halten seit einigen Tagen an. Am Dienstag hatten Teilnehmer riesige Fußballer-Figuren, die für die WM im Zentrum von Mexiko-Stadt aufgestellt wurden, umgeworfen. Sie rissen den Figuren die Trikots ab und setzten sie teilweise in Brand.
Das monatliche Bruttogehalt für Lehrerinnen und Lehrer an öffentlichen Schulen in Mexiko entspricht umgerechnet rund 800 Euro. Die mexikanische Regierung und die Führung der Lehrergewerkschaft hatten sich zuletzt auf eine Lohnerhöhung von neun Prozent geeinigt. Teile der Gewerkschaft und eine abgespaltene Gruppe dringen jedoch auf eine Erhöhung von 100 Prozent.
Bei früheren Streiks der mexikanischen Lehrerinnen und Lehrer hatten diese weite Teile der mexikanischen Hauptstadt tagelang lahmgelegt. Dabei wurden wichtige Straßen blockiert, darunter auch die Zufahrten zum internationalen Flughafen.
Die Weltmeisterschaft, die von Mexiko, den USA und Kanada gemeinsam ausgetragen wird, beginnt am 11. Juni mit dem Spiel Mexiko gegen Südafrika in der Hauptstadt Mexiko-Stadt. Die Regierung rechnet mit rund fünf Millionen Touristen, die zur Fußball-WM nach Mexiko kommen werden.
A.Aguiar--PC