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"Spornt an": Friedrich und Lochner schätzen Konkurrenzkampf
Bob-Dominator Francesco Friedrich will aus dem auch verbal ausgetragenen Dauerduell mit Johannes Lochner zusätzliche Motivation für die Jagd nach seinen olympischen Goldmedaillen fünf und sechs ziehen. "Natürlich spornt einen das an. Wenn er seine tollen Sprüche im Sommer in der Zeitung lässt, freuen wir uns, wenn wir im Winter wieder vorne sind", sagte Friedrich dem Sport-Informations-Dienst (SID) am Rande der BSD-Saisonauftaktpressekonferenz in München.
Der Sachse hatte 2018 und 2022 bei Olympia jeweils im Zweier- und Viererschlitten triumphiert, in Cortina d'Ampezzo im Februar strebt er den alleinigen Rekord im Bob an. Sein größter Widersacher ist Lochner, dem zuletzt aufgrund eines positiven Dopingstests von Friedrichs Anschieber Simon Wulff der Weltcuptitel im Zweier zugesprochen wurde. Das kümmert Friedrich in Hinblick auf sein großes Ziel aber wenig. "Ob man da sechs oder sieben Weltcup-Siege hat, ist völlig Wurst – wir wollen die fünfte und sechste Olympiamedaille", sagte der 35-Jährige.
Auch Lochner, der seine Karriere nach der Saison beendet, schätzt den Konkurrenzkampf mit Friedrich. "Wir treiben uns gegenseitig zu Höchstleistungen an", sagte der Bayer dem SID, er finde es "geil, wenn wir auf Augenhöhe kämpfen". In Cortina will sich Lochner unbedingt seinen sportlichen Traum vom Olympiasieg erfüllen – und setzt dabei auch auf Anschieber Thorsten Margis, der mit Friedrich vier Goldmedaillen gewann und zu diesem Winter das Lager wechselte. "Das ist das Letzte, was mir noch fehlt in meiner Karriere", so Lochner.
Für die Bob-Piloten steht zum Weltcup-Auftakt (21. bis 23. November) direkt die Standortbestimmung auf der neuen Olympiabahn in Norditalien an, für Donnerstagabend ist die Erstbegehung des Eiskanals in Cortina geplant. Schon jetzt ist die Anspannung groß. "Der Konkurrenzkampf innerhalb des Teams ist brutal", sagte Bundestrainer René Spies: "Wir müssen sehen, dass das während der Saison alles im Rahmen bleibt."
F.Moura--PC